Giuseppe Verdi
DON CARLO - La Principessa d'Eboli
Zürich / Opernhaus / 2012

© Tages-Anzeiger, 6. März 2012, Seite 29, Susanne Kübler

Im richtigen Leben möchte man mit der Prinzessin von Eboli ja lieber nichts zu tun haben. Aber auf der Bühne dargestellt von Vesselina Kasarova bei ihrem Rollendebüt, ist sie eine Wucht. Aggressiver ist wohl noch nie ein Fächer geöffnet worden, nie haben Girlanden in ihrem sarazenischen Lied selbstverliebter gewirkt als hier. Herrisch, hämisch, berechnend wirkt sie in jedem einzelnen Ton, in jeder Geste, jedem Blick. Dass das so gut zur Geltung kommt, ist auch der Inszenierung zu verdanken, die es mit den Details sehr genau nimmt. ...

© Basler Zeitung, 6. März 2012, Seite 33, Tobias Gerosa

... Überstrahlt werden die Männer aber von zwei Frauen, die superb zeigen, was Verdi-Interpretation heisst. Vesselina Kasarova zeichnet die Eboli ganz aus Text und Musik, da sitzt jede Geste, und Ausdruck kommt vor reiner Schönheit. Ihr bebendes «Pietà!», nachdem sie ihren Verrat gestanden hat, ist ein Moment, in dem spürbar ist, was Oper kann. ...

© Aargauer Zeitung, 6. März 2012, Seite 19, Christian Berzins

... Dass dieser madonnenhaften Elisabetta eine medusahafte Eboli entgegenwirkt, macht den Abend schon zum Ereignis. Vesselina Kasarova zeigt stimmlich Krallen, scheint zu fragen: «Bezweifelt jemand, dass ich ein dramatischer Verdi-Mezzo bin?» Als Beweis schleudert sie in der zweiten Arie ihre Töne wie Blitze - und schon in der ersten zeigt sie die famose Beweglichkeit ihrer charaktervollen Stimme. ...

© Die Südostschweiz, 6. März 2012, Seite 25, Reinmar Wagner

Sprühende Eboli

... Nicht weniger Vesselina Kasarova bei ihrem Rollendebüt als Eboli, die sie als Panoptikum der Emotionen zeichnete: eine Eboli mit Klauen und Zähnen, mit glühender Leidenschaft und abgrundtiefem Hass sowie bitterster Reue. ...

© Neue Zürcher Zeitung, 6. März 2012, Seite 42, Thomas Schacher

... Vesselina Kasarova macht als enttäuschte und intrigierende Prinzessin Eboli einen überzeugenden Eindruck und profiliert sich als Frauengestalt, die aus dem herrschenden System ausbrechen will. ...